LOGO

- Astronomie im Berchtesgadener Land -

Der Sternenhimmel im Februar 2026

[2602_sternenhimmel_kk.jpg]
Die abgebildete Sternkarte ist für den 15. Februar um 21 Uhr MEZ erstellt und bildet den Sternenhimmel entsprechend am Monatsanfang rund eine Stunde später sowie am Monatsende ca. eine Stunde früher ab. M31 stellt die Andromedagalaxie dar - sie ist die hellste Galaxie am nördlichen Himmel und die einzige ihrer Art, die bei uns mit bloßem Auge beobachtet werden kann. Sie ist wie der Orionnebel M42 nach Adaption an die Dunkelheit leicht ohne optische Hilfsmittel sichtbar. Bzgl. Jupiter und M42 vgl. den Text. Otto Pilzer
[Zum Vergrößern bitte Bild anklicken]

Blickt man im Februar am frühen Abend in den Sternhimmel, ist dieser noch geprägt von den Wintersternbildern. Im Laufe der Nacht macht sich, was die Sternbilder betrifft, dann aber schön langsam der Frühling bemerkbar.

Wenn zu Beginn des Monats gegen 17:15 Uhr die Sonne untergegangen ist, dauert es etwa noch eine gute weitere Stunde, bis der Himmel dunkel genug für astronomische Beobachtungen ist. Um diese Uhrzeit steht das typische Wintersternbild Orion dominant am Südhimmel. Mit seinen vier äußeren und drei Gürtelsternen ist er nicht zu übersehen.

Oberhalb des Orion sind zwei weitere markante Sternbilder zu erkennen. Eher westlich das Sternbild Stier mit seinem Hauptstern Aldebaran, sowie östlich die Zwillinge. In südöstlicher Richtung von Orion aus gesehen liegt noch das Sternbild Großer Hund mit seinem hellen Hauptstern Sirius. Wandert unser Blick weiter nach Osten oder beobachten wir den Südosthimmel gegen Mitternacht, so erkennen wir schon die Vorboten des Frühlings mit dem Sternbild Löwe. Der große Wagen als bekannter Teil des Großen Bären "rollt" im Nordosten und Kassiopeia, das Himmels-W, bewegt sich im Nordwesen dem Horizont entgegen. Zum Ende des Monats erfolgt der Sonnenuntergang erst gegen 18 Uhr. Den Vollmond können wir gleich am ersten des Monats bestaunen, folglich haben wir dann am 17. Neumond.

Bei den Planeten bietet Merkur in diesem Monat eine Abendsichtbarkeit. Tief am Südwesthorizont kann man den sonnennächsten Planeten ab dem 8. des Monats aufspüren. Der -1,1 mag helle Planet geht gegen 18:35 Uhr unter. In den darauffolgenden Tagen verspäten sich seine Untergänge bis um 19:25 Uhr am 16., jedoch sinkt dabei auch seine Helligkeit auf 0,7 mag ab. Danach macht es dann keinen Sinn mehr, Merkur am Abendhimmel zu suchen.

Die Venus kann ab Mitte Februar am Abendhimmel gefunden werden. So geht unser Nachbarplanet zunächst (am 15.) gegen 18:25 Uhr unter, dabei hat er eine Helligkeit von -3,9 mag. Zum Monatsende verspätet sich der Untergang auf 19:05 Uhr. Unser anderer Nachbarplanet, der Mars, ist im Februar leider nicht zu beobachten.

Ganz anders hingegen Jupiter, welcher ein auffälliges Objekt am Nachthimmel darstellt. Der größte Planet unseres Sonnensystems steht unübersehbar im Sternbild Zwillinge und ist dabei schon am Abend im Osten und dann so gut wie die ganze Nacht zu sehen. Lediglich vom Morgenhimmel zieht er sich nach und nach zurück. Am Ende des Monats geht Jupiter gegen 5 Uhr unter, seine Helligkeit beträgt dabei -2,4 mag. Eine schöne Begegnung mit dem Mond hat Jupiter mit seinem in einem guten Ferglas zu sehenden vier Galileischen Monden in der Nacht auf den 27. Februar.

Wer Saturn im Februar noch beobachten will, sollte diese zu Beginn des Monats versuchen, denn je weiter das Monat fortschreitet, desto mehr zieht sich der Ringplanet vom Himmel zurück. Am 1. des Monats geht der 1,0 mag helle Saturn gegen 21:20 Uhr unter, Mitte des Monats bereits um 20:35 Uhr. Ein anderer Gasplanet, Uranus, ist im Februar die gesamte erste Nachthälfte mit einem Feldstecher gut zu beobachten. Er befindet sich im Sternbild Stier und geht erst weit nach Mitternacht unter, sodass der 5,7 mag helle Planet am Abendhimmel gut zu finden sein dürfte. Neptun hingegen ist in diesem Monat kein lohnendes Objekt mehr.

Auffällige Sternschnuppenströme kann der Februar leider nicht bieten. Dennoch lohnt sich immer der Blick nach oben, vielleicht hat man ja trotzdem Glück und darf sich etwas wünschen.

Auch der Februar bietet oft sternklare Nächte, und man kann bereits in den Abendstunden in den absolut dunklen Himmel blicken. Dadurch eignet sich diese Zeit auch hervorragend für die Beobachtung von lichtschwächeren Himmelskörpern. Sicher eines der bekanntesten Objekte am Winterhimmel ist dabei der Orionnebel M42, der - wie sein Name schon verrät - im Sternbild Orion zu finden ist. Bereits in einem guten Fernglas oder im kleinen Fernrohr kann man dieses Sternentstehungsgebiet bestaunen. Zu finden ist es etwas unterhalb der drei Gürtelsterne des Orion im "Schwertgehänge".

Auch einige Sternhaufen bietet der winterliche Nachthimmel. Recht einfach zu finden ist dabei der Sternhaufen der Hyaden, denn dieser liegt beim bereits erwähnten Hauptstern des Sternbildes Stier, Aldebaran. Wobei Aldebaran selbst nicht zum Sternhaufen gehört, aber er liegt zufällig zwischen uns und den Hyaden etwa auf halbem Weg. Des weiteren sei noch der offene Sternhaufen der Plejaden erwähnt, welcher etwas nordwestlich von Aldebaran zu finden ist. Dadurch, dass ihre Sterne auch etwas dichter gedrängt sind als bei den Hyaden, sind die Plejaden auch markanter und daher leichter zu finden. Bereits mit bloßem Auge lassen sich sechs bis sieben der Sterne erkennen. Und auch der offene Sternhaufen M41 im großen Hund ist eine Beobachtung wert, zu finden ist er etwa 4° südlich von Sirius.

Ralf Purschke


Zu den Monatsthemen

Zu den anderen Sternenhimmel-Artikeln


[AAL] Zurück zur Home Page der AAL
Otto J. Pilzer, 2026-02-01