Förderverein Sternwarte Laufen e.V.

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Anschrift und Mitglieder:

Förderverein Sternwarte Laufen e.V.
c/o Rudolf Reiser
Auf der Grün 11
D-83714 Miesbach

Grüdungsmitglieder (von links nach rechts):
Erhard Wiegner
Manfred Mayer
N/N
Rudi Reiser (Vorsitzender)
Otto Pilzer
Klaus Eder
Gerardo Inhester (Schriftführer)

Kassenwart: Bernhard Kindermann


Über die Sternwarte und diesen Verein

Diese WWW-Seiten sollen Sie über die Tätigkeiten der verschiedenen Arbeitsgruppen an der Sternwarte informieren, insbesondere über die Zielsetzungen dieses Fördervereins. Sowohl für die naturwissenschaftliche Ausbildung der Schüler, als auch für die Volksbildung stellen Sternwarten wertvolle Einrichtungen dar, die gefördert werden sollten. Die Vorstandschaft steht Ihnen für Ihre Fragen gerne zur Verfügung.
Fragen oder Vorschläge an otto.pilzer@consol.de

Wie kam die Sternwarte nach Laufen?

Anfang der 70er Jahre erbte der damalige Landkreis Laufen für das im Rohbau befindliche Gymnasium eine komplette Sternwarteneinrichtung nebst Holzkuppel. Da die fertige Sternwarte nur mühsam über eine steile Treppe erklommen werden konnte und die Platzverhältnisse nur für einen beschränkten Personenkreis ausreichten, blieb sie in den Anfangsjahren der Öffentlichkeit vorenthalten. Im Zuge der umfangreichen Umbauten an den Schulgebäuden in den Jahren 1987/88 nutzte man die Gelegenheit und erreichte, daß großzügige Räumlichkeiten und eine moderne Glasfaserkuppel für die Sternwarte genehmigt wurden.

Die Arbeitsgruppen

Die Sternwarte wurde in den ersten Jahren ausschließlich von Astronomiegruppen der Schule genutzt. Dann, 1986, gründeten ehemalige Schüler des Gymnasiums die Astronomische Arbeitsgruppe Laufen e.V., die nach dem Umbau in den Jahren 1987/88 die Schlüssel für die Sternwarte erhielt. Hiermit stand die Einrichtung erstmalig auch für die Bevölkerung offen.
Zusammen mit der AAL organisierte der Leiter der Schulsternwarte, OStR Gerardo Inhester, 1989 den ersten "Tag der offenen Tür", der seitdem eine feste Einrichtung im Jahresplan der Sternwarte darstellt und jährlich 200 bis 300 Besucher verzeichnet. Außerdem finden an jedem ersten Samstag im Monat Sonnenbeobachtungen oder Abende auf der Sternwarte statt, zu dem Interessierte herzlich eingeladen sind.

Die Instrumentierung

Beim Hauptinstrument handelte es sich bis zum 25. Mai 1996 um eine Linsenfernrohr mit 20cm Öffnung und 133cm Brennweite der Fa. Carl Zeiss, Jena. Das Alter des Fernrohrs ließ sich nur schwer bestimmen, da die Fertigungsunterlagen im zweiten Weltkrieg angeblich zerstört worden sind. Entsprechend der Technik der damaligen Zeit war eine Vergütung nicht vorhanden. Das für Linsenfernrohre extreme Öffnungsverhältnis zog einen gravierenden Farbfehler nach sich.
Die zugehörige Fernrohrmontierung war erst 25 Jahre alt, technisch jedoch völlig überholt und aufgrund einiger Schwächen in der Konstruktion für anspruchsvollere Aufgaben nicht geeignet.
Der Okularsatz, der ebenfalls aus den 30er Jahren stammte, wurde in den vergangenen fünf Jahren Stück für Stück durch gebräuchliche Okulare ersetzt, was nicht zuletzt der finanziellen Unterstützung durch den Elternbeirat zu verdanken ist.

Aus diesen Ausführungen läßt sich unschwer ableiten, daß die Sternwartenausrüstung die Voraussetzungen für ernsthafte astronomische Beobachtungen im Rahmen eines schulischen Astronomie-Grundkurses (geschweige denn Leistungskurses) daher nicht erfüllte. Dies war schade, denn Sternwarten an Schulen sind nur selten vorhanden. Auch das Interesse der Öffentlichkeit für die Astronomie ist ungebrochen, wie das "Kometenfieber" der letzten Jahre bewies.

Nach den finanziell aufwendigen Um- und Neubauarbeiten am Schulgebebäude war jedoch eine weitere Förderung durch den Landkreis bis auf Jahre hinaus nicht mehr zu erwarten. Der jährlich vorgesehene Etat für die Sternwarte deckt lediglich die laufenden Unkosten und entspricht dem Gegenwert von 2-3 Fachbüchern oder einem Okular.

Hier konnte nun dieser Förderverein einspringen. Mit den gesammelten Spenden von Stiftungen, Banken, Firmen und umliegenden Gemeinden konnte ein Meade 16-Zoll LX200 verwirklicht werden, auf dem ein 5-Zoll-Apo-Leitfernrohr kardanisch montiert ist. Des weiteren stehen ein Zeiss Binokularansatz sowie ein 0.5 Å H-alpha-Filter zur Verfügung. Auch der vorhandene Okularsatz wurde komplettiert. Die vorhandene Ausrüstung wird nun den Anforderungen ernsthafter Astronomie im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts an diesem Gymnasium gerecht und ermöglicht es auch dem ungeübten Beobachter, der die Sternwarte besucht, die Schönheit des Sternhimmels nicht nur zu erahnen, sondern wirklich zu erkennen.

Zukünftige Ziele des Fördervereins

Um eine leistungsfähige CCD-Kamera anschaffen zu können, bitten wir alle Interessierten, uns mit einer Spende zu unterstützen. Wir sind als gemeinnütziger Verein anerkannt, d.h. jede Spende ist steuerlich absetzbar.
Entsprechend unserer Satzung sollen in Zukunft auch Facharbeiten von angehenden Abiturienten auf dem Gebiet der Astronomie gefördert werden können.


Otto J. Pilzer, 2007-12-31
Rudi Reiser, 1994-11-13